Günther Lutschinger über die Wiederbelebung der Philanthropie

Shownotes

Heute begrüßen wir Günther Lutschinger in unserem Podcast, den Geschäftsführer des Bundesverbands österreichischer Stiftungen. Er bringt jahrelange Erfahrung aus der Stiftungs- und Fundraisingwelt mit, unter anderem war er bis 2024 Geschäftsführer des Fundraisingverbands Austria (FVA). In unserem Gespräch spricht er offen über die Entwicklung der Philanthropie in Österreich und welche Herausforderungen und Chancen die Branche derzeit sieht.

„Die Philanthropie in Österreich war lange verkümmert!“

Diese klare Diagnose macht den Auftakt für ein spannendes Gespräch: Wie gelingt es, eine lebendige Stiftungs- und Förderkultur in Österreich zu etablieren? Günther Lutschinger nimmt uns mit auf seine Sichtweise, wie sich die Philanthropie in den vergangenen Jahren verändert hat und welche Potenziale noch gehoben werden müssen.

Gemeinsam mit den Gastgebern Andreas Schiemenz und Jörg Schumacher tauchen wir tief in die Entwicklungen ein und lernen, warum Vernetzung und professionelle Strukturen heute unabdingbar sind. Günther Lutschinger bringt einen zentralen Trend auf den Punkt: Immer mehr Stifter*innen und Fördernde wollen aktiv gestalten und mit ihrem Engagement eigene soziale Initiativen realisieren. Welche Konsequenzen das für Stiftungen und deren Zusammenarbeit mit Fördernden hat, erfahren Sie in dieser Episode.

„Viele Vermögende sehen sich nicht nur als Spendende, sondern wollen selbst Projekte aufsetzen!“

Transkript anzeigen

00:00:03: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Neustift.

00:00:07: Im Podcast der interessante Menschen und Themen aus der Zivilgesellschaft vorstellen.

00:00:11: Mein Name ist Andrea Schiemanns,

00:00:12: um.

00:00:13: mein Name ist Jörg Schumacher.

00:00:14: Schön dass Sie dabei sind!

00:00:16: Ja schön, dass wir wieder hier alle zusammen sind.

00:00:19: Andreas ich darf dich herzlich begrüßen und heute geht es ja glaube ich mit um eins deiner Lieblingsthemen oder?

00:00:27: Ja lieber Jörg, danke auch schön dass du da bist.

00:00:30: Es geht heute so ein bisschen um Wien aber nicht um meine Lieblingscaféhäuser sondern es geht darum wie sich Menschen in Österreich insbesondere Unternehmer und Unternehmerinnen engagieren weil ja manchmal so der Eindruck entstehen ah in Österreich gibt's das gar nicht Auf der einen Seite und auf der anderen Seite, es gibt ja so viele Menschen die geben.

00:00:51: Und ich freue mich sehr dass wir mit einem ausgewiesenen Experten beider Seiten sprechen dürfen

00:00:57: ganz genau und er nämlich nicht nur viel gegeben hat in seinem Leben sondern der auch viel darüber erzählen kann

00:01:04: heute immer noch alles gibt.

00:01:06: So ist es.

00:01:06: herzlich willkommen Günther

00:01:08: Luttinger.

00:01:09: toll das du bei uns bist.

00:01:10: Herzlich willkommen euch beiden.

00:01:12: Es ist eine große Ehre, dass ich dabei sein darf und ein bisschen über Österreich nicht über die Wiedercafé-Häuser sondern über die Philanthropie in Österreich erzählen darf.

00:01:21: Wobei Günther es vielleicht ja auch Zusammenhänge geben könnte?

00:01:26: Die Philantropen im letzten Jahr vorletzten Jahrhundert haben sich sehr in Café Häusern aufgehalten.

00:01:33: oder ist das so eine Schönverein, wie wir als Norddeutsche mit Österreich verbinden?

00:01:39: Nein, du hast eigentlich Andreas Vollkommen recht.

00:01:41: Österreich hat eine lange Tradition.

00:01:42: in der Philanthropie um die Jahrhundertwende, also Kaiserreich Ende der K&K Monarchie waren nicht nur die Wiener Café-Häuser sozusagen berühmt für ihren Kaffee nämlich wirklich guten Kaffees und damals noch freundlichere Kellner sondern auch für Philantopie.

00:01:58: über Zehntausend gemeinnützige Stiftungen werden im Wien angesiedelt Viele davon im Bereich der Kultur, die Wissenschaft war damals geblüht eigentlich in Wien.

00:02:09: Vieles natürlich auch von unserem jüdischen Mitbewohnern und Mitbewohnerinnen.

00:02:13: Du sagtest über zehntausend gemeinnützige Stiftungen also tatsächlich eine Riesenwucht?

00:02:19: Wie schätzt du das ein?

00:02:21: woher kommt aktuell oder jetzt den letzten zwanzig dreißig Jahren diese Zurückhaltung der Österreicherin und Österreicher sich in Stiftung zu engagieren?

00:02:32: Also ich würde es gerne ein bisschen umdrehen, du würdest sagen in den letzten Jahren hat es ein bisschen mehr weniger zur Kaltung gegeben davor schon.

00:02:39: Es sind glaube ich zwei Gründe aber wir haben ja viel darüber diskutiert und Österreich auch.

00:02:43: mit euch gemeinsam haben wir immer wieder überlegt wie kann man Österreich die Philanthropie weiter bringen weiter fördern?

00:02:49: Ein grundsätzliches Thema ist wir leben in Österreich natürlich nach wie vor in einer Monarchie eigentlich.

00:02:54: also wir glauben anders gute das von oben kommt.

00:02:58: Wir sind jetzt nicht so aufgegehrt wie die Norddeutschen.

00:03:03: Wir hoffen, dass die Politik alles richtet und das hemmt uns in Eigentagen ein Engagement.

00:03:09: Das heißt es ist nicht, dass man nicht in Sozialprojekte auch geinspendet viele Österreicher spenden, aber sie richtig einmischen.

00:03:15: also auch etwas Gemeinsames größeres hinzusetzen ist glaube ich ein Thema, das sich aus den letzten Wochen oder letzten Monaten Jahren entwickelt hat weil einfach die Probleme, die das Land hat so groß geworden sind, dass sich diejenigen, die das Vermögen auch beginnen einzumischen und auch etwas Gestaltendes in den Bereich der Philanthropie machen wollen.

00:03:36: Aber Günther, jetzt muss ich noch mal in dieses Jahrhundert springen auch.

00:03:40: Und auch nochmal zu dir für alle die dich nicht kennen.

00:03:43: Da soll es ja welche tatsächlich geben, die Dich nicht kennen?

00:03:46: Ich kann mir das fast gar nicht vorstellen!

00:03:48: Aber müssen wir nochmal einsagen.

00:03:50: Günter Lutschinger absoluter ausgewiesener Kenner und Experte in der Branche jahrzehntelang wenn ich das an dieser Stelle sagen darf Vorsitzender beziehungsweise Vorsteher des großen Bundesverbandes in Österreich des Fundraisingverbandes Austria und dann was Neues angefangen.

00:04:10: Und das musst du vielleicht nochmal ganz kurz skizzieren, Günther!

00:04:13: Was genau machst Du jetzt?

00:04:16: Ja, zwei Themen sind ein bisschen komplizierter immer weil wenn man viele Hüte aufhat ist es schwer zu erklären aber vielleicht aus der Sicht des Fundraisings haben wir ja immer gesehen dass sozusagen da das Stiftungssektor unterbelichtet ist in Österreich.

00:04:30: ich muss immer dazusagen das hat auch etwas damit zu tun mit der Privatstiftung, also einer Stiftung für nicht gemeinnützige Zwecke sondern Familienzwecke.

00:04:40: Familienstifter könnte man sagen sozusagen ein anderes Konzept stark promotet haben und damit ist die Philanthropie einfach sozusagen Jahrzehnte zum Mal liegen gekommen, weil man andere Modelle im Vordergrund gesehen hat was leider auch nicht immer zum besten Image der Stiftungen beigetragen hat.

00:04:58: aber um das um diesen Sektor wieder aufzubauen bin ich selber sozusagen auch Mitgründer einer Stichtung habe den österreichischen Stiftungsverband, gemeinnützige Stiftungverband mitgegründet.

00:05:09: Bin jetzt seit zwei Jahren operativ auch der Geschäftsführer weil ich finde wir müssen das wieder sozusagen unters Volk bringen.

00:05:17: Die Probleme in der Bildung die Probleme in der Forschung die leeren Kassen in der Kultur die großen Verwerfungen die man im Sozialbereich erleben und das ist nicht anders in vielen anderen europäischen Ländern da braucht es einfach das Engagement oder Vermögenden.

00:05:33: und hier auch sozusagen ein Netzwerk zu schaffen, mit einer guten Beratung muss ich dazu sagen.

00:05:40: Sozusagen gut gewollt ist nicht immer gut gemacht.

00:05:44: das heißt es braucht doch gute Infrastruktur an Experten und Expertinnen im Land und wenn man sie nicht in dem eigenen Land hat dann holen wir uns aus Deutschland.

00:05:52: Das brauchen wir einfach um so zu sagen hier eine neue Kultur des Gebens auch im Bereich der Vermögenden zu entwickeln.

00:05:59: Ist das quasi auch was, was du aus deiner alten Tätigkeit für den Fundraisingverband mitgenommen hast?

00:06:06: Wo du gesagt hast okay da müsste man eigentlich einen Schwerpunkt draus setzen und das gehe ich jetzt mal an.

00:06:11: Absolut also.

00:06:12: sozusagen wenn man sich das Fundraining anschaut in verschiedenen Ländern Europas aber auch Amerika so sind natürlich Vermögenszuwendungen in vielen Ländern ein ganz wichtiger Teil.

00:06:23: Fünfzig Prozent des gesamten Spendenaufkommens in manchen westeuropäischen Ländern kommt aus Erbschaften, Stiftungszuwendungen und Großspenden.

00:06:31: Und das ist in Österreich wirklich nicht die Regel.

00:06:34: Wir haben sehr viele Kleinspenden – von einem Neunzig Prozent sind wirklich die kleinsten Kleinspenden!

00:06:41: Und hier sozusagen auch zu schauen wie kann man diesen Sektor entwickeln sei es im Bereich der Erbschaften?

00:06:45: Ich glaube, dass ist auch ein großes Thema geworden weil immer mehr Menschen einerseits keine Familienangehörigen haben denen sie etwas vererben können und auf der anderen Seite sind ja auch dadurch, dass wir alle zum Glück immer älter werden.

00:07:00: Sind unsere Kinder oft schon im Pension noch nicht bei mir Und da wird ja auch vermögen frei für die Gemäldgesellschaft und diesen Freiwerden Vermögen auch einen Sinn zu geben und eine Möglichkeit zu adressieren ist glaube ich ein wichtiger Aufgabe.

00:07:17: Ja Günther du hast es ja gerade gesagt ihr lebt gefühlt in so einer Monarchie der Staat wird schon richten.

00:07:24: Ist das auch der systemische Fehler, dass gerade auch nach dem Krieg der Stadt gesagt hat wir wollen stark sein?

00:07:30: Wir wollen gemeinnütziges Engagement fördern und die Privaten halten wir raus?

00:07:36: Absolut!

00:07:37: Also sozusagen ich bin aufgewachsen mit den Bördängen.

00:07:40: in Österreich ist die Insel des Seligen also wie uns war.

00:07:42: es ist immer schon gut gegangen vor allem wenn man zum Haaren gegangen sind und nach dritten Viertel waren dann auch selig.

00:07:48: Aber diese Insel des Seelegens, das kann man in den Geschichtsbüchern ablegen.

00:07:54: Das hat mit der Realität heute nichts zu tun und der Staat ist natürlich auch nicht mehr in der Lage.

00:07:58: Und ich glaube es ist sozusagen wir brauchen auch diese Überzeugungsarbeit muss ich dazu sagen bei der Politik unter Verwaltung natürlich dass das Engagement von den Bürgern nicht etwas störendes ist also eigentlich die staatliche Ordnung behindert letztendlich weil man alles staatlich regeln möchte sondern dass das etwas ist, was letztendlich das Land auch zukunftsfit machen wird.

00:08:21: Und da gilt es auch überzeugungsarbeit zu lassen.

00:08:23: Ja und wenn wir uns die andere Seite anschauen können dann die gemeinnützigen Organisationen, die ja eigentlich dann auch Aufgaben übernehmen haben sich ja über eine lange Zeit sehr in der ich formuliere jetzt mal vielleicht ein bisschen Norddeutsch-Schroff in dieser Abhängigkeit der staatlichen öffentlichen Gelder hineinbegeben und sich wohlgefühlt Und merken nun auf einmal, wow das funktioniert nicht mehr und aktivieren ihr Fundraising.

00:08:49: Ich habe das Gefühl da ist Österreich gerade was die vielen Menschen die spenden ganz weit vorne im Bereich der Großspender unter Philanthropien allerdings nicht.

00:09:01: kommt das aus dieser Zurückhaltung?

00:09:03: oder ist es auch eher so eine gesellschaftliche Kritik dass NGOs sagen wir wollen eigentlich gar nicht mit vermögenden Menschen arbeiten?

00:09:12: Also ich würde es nicht, ich würde eher aus dieser gesellschaftlichen Kontext heraussehen.

00:09:16: Wir haben ja vermögend auch in Österreich befragt die geben sich selber engagieren warum sie glauben dass ihre Kollegen ihre Freunde ihre Netzwerke vielleicht weniger tun und da kam immer die gleiche oder sehr stark die Gleiche Antwort naja letztendlich hat jeder das Gefühl der Staat macht alles.

00:09:33: also es gibt doch keinen gesellschaftliche Freiraum zu sagen hier gibt's eine Nische.

00:09:38: Wir brauchen Philanthropen, die die Bildung Innovation in der Bildung bringen.

00:09:41: Wir brauchen Filanthropens, die im Kulturbereich neue Akzente setzen oder neue Sozialprojekte ins Leben rufen.

00:09:47: Es muss ja nicht immer mit den klassischen NGOs hier gearbeitet werden sondern auch zu sagen wir brauchen mehr bunte neue Hunde sozusagen auf dem Philatopie Sektor, die Innovationen enttreiben.

00:10:00: Aber nun kann man sich auch an bestehenden Projekten wunderbar beteiligen.

00:10:05: Das tun deutsche Philanthropen ja auch, deswegen mal die Frage an dich Wir haben ja auch inzwischen Philipp Auhinger kennengelernt Die Schule der Philantropie.

00:10:18: wir hören immer wieder das Philanthruppen untereinander gar nicht erzählen dass sie irgendwas geben in Österreich damit da kein Neid aufkommt.

00:10:25: Also andersrum gefragt lieber Günther müssen die österreichischen Und Philanthropin, das geben erst lernen?

00:10:33: Ja und nein.

00:10:33: Also ich werde nicht sagen, dass muss jetzt jeder lernen!

00:10:36: Weil natürlich ist es relativ... Könnte man sagen einfach, der ist ja eine große Hilfssorge dazu zu geben.

00:10:41: Also groß spenden zu leisten ist jetzt oder da muss ich nicht viel lernen.

00:10:45: Das meint ihr

00:10:46: dumm herum genau.

00:10:47: Ich weiss schon, aber ich glaube schon sozusagen wenn man sich den österreichischen Philantopie-Sektor anschaut So sieht man, dass wir doch eine anders vielleicht als die Schweiz sehr viele operative Stiftungen haben.

00:10:57: Also viele von der Vermögerung sehen sich jetzt nicht nur als Spender sondern sie wollen dann wirklich selber sozusagen Projekte aussetzen und implementieren.

00:11:05: Und das ist natürlich kein Prozess und kein Projekt geht es von heute auf morgen.

00:11:10: Das muss schon gelernt werden.

00:11:12: da brauche ich Strukturen und dieses dieses entwickeln auch Philanthropisches Know-how, wie baue ich denn eigene Organisationen auf?

00:11:20: Wie bau ich dann auch innovative Projekte in dem Sektor, wo ich tätig sein will.

00:11:24: Das braucht Zeit und das braucht Know-How.

00:11:27: Ja Günther!

00:11:27: Und ich glaube es ist ja spannend zu hören dass es viele Förderungsstiftungen gibt in Österreich mehr als in den Nachbarländern liegt es daran Unternehmer ohnehin dem Staat nicht viel zutrauen und sagen, wir müssen bestimmte Dinge selber in die Hand nehmen.

00:11:42: Und das automatisch auch dann auf die gemeinnützigen Organisationen übertragen?

00:11:47: Ich glaube, wir haben sozusagen auf der Seite der Vermögenden zwei Problems.

00:11:51: sichtweisen, sag ich jetzt einmal.

00:11:53: Das eine ist, ich glaube, dass keiner mehr hundert Prozent überzeugt ist, dass der Staat alles macht also nicht nur die Erwartungshaltung er soll es machen sondern man sagt eigentlich, die schaffen das nicht.

00:12:03: Die nächste Reform wird auch nichts werden Also ein bisschen als Skepsizismus auch in sich, in Richtung Politik.

00:12:10: Und das manifestiert sich aus meiner Sicht in zwei Bereichen.

00:12:13: was eine sozusagen Bildung.

00:12:15: also vor zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren war Bildung eigentlich kein Thema im gemeinnützigen Bereich sondern man hat gesagt staatliche Systemen, staatliche Schulsysteme, staatlicher Finanzierung auch für die kirchlichen Schulen die es in Österreich relativ breit gibt dann mischt sich heute sehr viel mehr Unternehmerpersönlichkeiten ein weil sie sehen dass was sozusagen am Arbeitsmarkt dann letztendlich auch aus den Schulen rauskommt, oft nicht ihren Ansprüchen und Ideen entspricht.

00:12:42: Und das zweite Thema, das finde ich besonders wichtig auch und interessant, dass man auch das Thema Demokratie immer mehr in den Mittelpunkt drückt und sagt eigentlich wir sehen die Verwerfungen ja nicht nur in unseren Nachbarländern, wir brauchen nur nach Ungarn schauen oder Slowakei schauen – Ich habe das hier im eigenen Land!

00:12:59: Wir müssen Demokratie nicht nur verteidigen, sondern wir müssen Demokratie auch erklären.

00:13:04: Die Demokratie lebt vom Diskurs und Diskurs haben wir verlernt.

00:13:09: Wir haben gelernt Botschaften abzusetzen über Social Media werden aber verlernd zuzuhören.

00:13:15: Und wenn man jetzt zuhören können wir nicht gemeinsam ein besseres Konzept entwickeln.

00:13:19: und da sehe ich schon dass da auch immer mehr auch Unternehmer sagen wir müssen noch in diesen Bereich investieren wir müssen was tun.

00:13:26: Bei Demokratieförderung ist keine staatliche Aufgabe eigentlich.

00:13:30: Man kann sagen, in der Schule wird das schon unterrichtet aber der Staat lädt dich ein alle paar Jahre zu wählen.

00:13:36: und dazwischen ja da zwischen ist nicht viel wenn ich das ganz hart sagen darf und da braucht es auch neue.

00:13:43: Und gibt es da einen Impulse?

00:13:44: Richtig,

00:13:45: richtig.

00:13:45: Also die Monopolisierung der Demokratie ist keine gute Lösung sehe ich auch so.

00:13:49: trotzdem bei den Themen Bildung wenn du sagst Unternehmer wollen jetzt merken Sie müssen in Bildung investieren und fördern.

00:13:55: Es gibt aber in Österreich schon lange auch sehr starke Bildungs-NGOs.

00:13:59: Teach for Australia Nehmen wir mal nur ein Beispiel.

00:14:01: Warum nicht zusammen?

00:14:03: warum entwickeln sich Parallelstrukturen?

00:14:05: Was ist deine Einschätzung dazu?

00:14:07: Naja es gibt ja schon.

00:14:08: also man muss sagen Teach for Austria ist gerade der Leading-Organisation, die auch mit Stiftungen und Vermögern gut zusammenarbeiten kann.

00:14:16: Also das ist schon passiert dort.

00:14:18: Ich glaube schon dass es etwas ist was unterschiedlicher Sichtweisen auslöst.

00:14:22: Das eine ist sozusagen die Sichtweise in welche Ausbildungstufe setze ich ein?

00:14:26: Setze ich in der Unterstufer ein im Kindergarten... Wo ist denn mein Fokus?

00:14:32: Was ist mein Erlebnishorizont auch als Vermögerender oder Vermögender wo ich einsetzen möchte?

00:14:37: Das andere ist eher zu sagen Wie könnte man inhaltliches weitertreiben?

00:14:41: Ich denke jetzt eine Stiftung, die Mintelle.

00:14:43: Die Stiftungen Mädchen in technische Berufe zu bringen wie Mintberufe auch ein großes Thema in Deutschland bei uns genauso.

00:14:50: wir brauchen mehr qualifiziertes Personal und die österreichische Wirtschaft weiterzuentwickeln ist ein Thema.

00:14:56: andere sagen ja wir sehen eher das sage mal die Innovationscharakter fehlt uns.

00:15:01: die Schule.

00:15:02: ganz hart gesprochen Marie-Thérèse hat in Österreich die Schulpflicht eingeführt und die Lehrbücher haben noch einen Merit mariteresianischen.

00:15:10: Inhalt sage ich mal.

00:15:12: Also wir diskutieren darüber, ob eine Stunde mehr oder weniger Latein unterrichtet wird in Österreich und weniger.

00:15:17: was sind Zukunftskills?

00:15:19: Man sollte bei Werterkonzepten nicht verächtigen!

00:15:24: Und gerade lebendige Sprachen wie latein- und eigentlichen sind natürlich auf dem Lehrplan nicht wegzudenken.

00:15:30: Ich weiß aber was du meinst tatsächlich.

00:15:31: Aber

00:15:31: es ist natürlich sozusagen... Ich kann dir auch etwas abgewinnen mit einem humanistischen Weltbild im Hintergrund.

00:15:38: Was du humanistisch oder humanistische?

00:15:48: Das ist natürlich ein Thema, dass die Schulbildung weit weg ist.

00:15:53: Die Zahl jetzt fünf Prozent aller Schüler in Österreich haben über Platteien meine Schule.

00:15:58: D.h.,

00:15:58: die Problemlagen sind nicht eine Stunde mehr oder zwei Stunden mehr Latein sondern die Frage wie bringst du eigentlich das Schulsystem in das einundzwanzigste Jahrhundert?

00:16:07: Weil das zwanzigster hat uns ausgelassen ein bisschen.

00:16:09: Und da sind die Unternehmer Persönlichkeiten viele Antropen, die sich angestieren wollen eigentlich schon sehr, wie soll ich sagen auch ungeduldig.

00:16:18: Deswegen auch vielleicht eine andere neue NGO auf den Markt zu bringen hier neue Projekte zur Finanzierung und sagen Ich gehe mit meinem unternehmerischen Blick mit dem was ich auch sozusagen täglich in meinem Unternehmen vielleicht erlebe hinein und versuche Dynamik hineinzubringen.

00:16:34: Nun, hast du gesagt Günther?

00:16:36: Das fand ich einen sehr wichtigen Punkt.

00:16:38: Wir müssten nach vorne gucken ins einentzwanzigste Jahrhundert quasi in die Zukunft.

00:16:43: Gleichzeitig haste gesagt man löst sich so'n bisschen vom Staat.

00:16:47: Ich glaube das ist bei euch auch zwingend notwendig Denn was im Moment passiert es ja ähnlich wie bei uns.

00:16:53: Bei uns ist die AfD, bei euch ist es die FPÖ.

00:16:55: Also das heißt auch das Thema Demokratie wird immer wichtiger und gibt es ja bei euch wie bei dieses sogenannte Anti-NGO-Narrativ, das führt bei uns dazu dass auch Vermögende natürlich deutlich vorsichtiger werden wenn es um Investitionen am Standort Deutschland beispielsweise geht.

00:17:17: Wie ist das in Österreich?

00:17:18: Was beobachtest du da?

00:17:19: wie wird damit umgegangen?

00:17:21: also auf Seiten der Organisation natürlich aber auch auf Seite der Vermögen mit diesem Fakt, dass es plötzlich nicht mehr schick und gut richtigen Seite stehst, sondern auf der vermeintlich falschen sogar?

00:17:36: Also man muss leider sagen dass das Narrativ sich schon verfängt.

00:17:39: Ja also es ist nicht nur so wie man sagt es ist alles falsch, es ist ja falsch um zu sagen aber letztendlich sozusagen auch die FPÖ in Österreich adressiert natürlich an den bestimmten Zielgruppe und das sind vielleicht nicht unbedingt die NGOs diese FPÖ wählen wenn man sich das auch historisch betrachtet.

00:17:58: Vielleicht ist es auch ein Grund, warum manche Vermögen das sagen.

00:18:00: Ich mache meine eigene Organisationen als mit den klassischen NGOs zusammenzuarbeiten also quasi sozusagen sich aus diesem Aus diesem Grund heraus mit einem eigenen Engagement zu machen was es auf alle Fälle macht.

00:18:13: die Kommunikation über philanthropisches Engagement der Öffentlichkeit wird dadurch immer schwieriger weil natürlich Wenn ich jetzt das Gefühl habe, ich werde an irgendwie in der Öffentlichkeit quasi zu diesen bösen NGOs hingestellt auf einmal mit meinem Engagement.

00:18:29: Weil ich einfach im Staat etwas weiterbringen möchte dann wird es schwierig.

00:18:32: und es ist ja auch ein bisschen immer die Frage finde ich sind wir da Seite der konstruktiven Kräfte also derjenige die was positiv verändern wollen.

00:18:41: oder ist man auf der Oppositionseite?

00:18:43: FPÖ ist zum Glück ein neues Recht zumindest auf der Bundesregierung Ebene in der Opposition die immer nur kritisiert und sagt alles ist schlecht.

00:18:51: Ja, weil damit entwickelt es ja meiner Meinung nach der Staat nicht weiter.

00:18:53: Weil Kritik zumindest wenn sie nicht konsultiv vorgetragen wird ja nichts verändert sondern nur eine schlechte Stimmung macht im Land.

00:19:02: und wir haben jetzt gerade wieder eine neue Initiative die auch Unternehmer Persönlichkeiten lossieren wollen.

00:19:09: da geht zum gute Botschaften dieses immer dieses negative Narrativ dass wir alle in den Medien permanent hören.

00:19:15: dem muss man etwas ein gegen Narrative entgegen stellen und sagen Es gibt nichts Gutes, außer man tut es wie das Erich Kästner gesagt hat.

00:19:24: Also dass positive nicht aufhören zu erzählen die positive Geschichte nicht unter den Tisch fallen lassen und sich in diese negative Sparale die sich halt in der Gesellschaft in den letzten Jahren immer stärker verfangen hat nicht anzuschließen.

00:19:37: Ja Günther du hast das ja gerade formuliert Die Zivilgesellschaft muss ich eigentlich aus meiner Sicht auch zusammentun.

00:19:42: dazu gehören die NGOs aber auch die Menschen grade auch die wirtschaftlich erfolgreichen sich einsetzen wollen.

00:19:49: Aber was ist, da du ja beide Seiten kennst, Günter?

00:19:52: Du kennst sehr gut die NGOs aus deiner Tätigkeit als Geschäftsführer beim Fundraising-Verband.

00:19:57: Du kennest sehr gut Unternehmerinnen und Unternehmer aus deine Tätigkeiten bei den gemeinnützigen Stiftungen.

00:20:03: Was kann man tun damit wir die NGOs und die Unternehmer zusammenbringen?

00:20:08: Ich glaube es geht und wir sehen ja sozusagen dass das schon in etlichen Bereichen auch funktioniert.

00:20:14: In Österreich würde man sagen durchs Reden kommen die Leute zusammen.

00:20:16: also Es braucht wirklich diesen Dialog, wo wir sozusagen eine Änderung in der Gesellschaft auch sehen ist wenn ich das so sagen darf meine Generationen sozialisiert im NGO Sektor.

00:20:28: Man hat sich engagiert im Naturschutz und in der Kirche vielleicht bei einer Hilfsorganisation oder beim Jugendrotgeiz.

00:20:37: Auch in der Politik aber auch in der Wirtschaft sind die Jüngeren oft nicht mehr in diesem Background sozialisiert Die haben das gar nicht erlebt, weil sie sozusagen aus einer anderen Generation kommen.

00:20:47: Weil man sich vielleicht in der den Alter etwas schon anders aufgestellt hat.

00:20:52: Das heißt NGOs oder die Arbeit von Zivilgesellschaften und Organisationen muss neu erklärt werden.

00:20:58: Und das ist ein bisschen was glaube ich uns auch anhängt im Moment das Thema zu sagen es ist nicht automatisch wir sind die Guten oder jeder versteht warum's auch uns braucht sondern wir müssen noch sozusagen neu erklären warum Eine lebendige Gesellschaft, zivilgesellschaft, bürgerschaftliches Engagement auch wirklich braucht.

00:21:18: Warum spenden?

00:21:19: Warum stiften nicht eine kleine mildtätige Zuwendung ist sondern ein ganz relevanter gesellschaftlicher politischer Engagement das letztendlich auch diesen sozialen Kit der Gesellschaft ausmacht.

00:21:34: Das hält die Gesellschaft zusammen.

00:21:35: Das ist

00:21:36: vollkommen richtig, aber meinste nicht auch dass die NGOs an der Stelle auch nochmal über ihren finanziellen Schatten springen sollten und sagen ich würde gerne mal mit Unternehmerinnen und Unternehmern in den Dialog kommen um erstmal überhaupt rauszufinden was sind deren Beweggründe.

00:21:51: weil ich habe immer den Eindruck und wenn ich mich täusche bitte korrigiere mich das wenn NGOs einer vermögen Person gegenüber sitzen In Sitzung, dass dieser Reflex ist.

00:22:02: Ich will den als Spender, ich will die als Spänderin

00:22:04: haben.".

00:22:05: Da geht es gar nicht so sehr um Dialog.

00:22:06: Wie kriegen wir das hin wenn dieser Eindruck richtig ist?

00:22:09: Es ist eine schwierige Frage Andreas.

00:22:12: Ich kann nur sozusagen auch aus der Zeit meines Fun-Racing Verbands Daseins berichten oder hatte gestern wieder mit einer Rektorin ein OSD zu tun.

00:22:22: Das Wichtigste finde ich im Fun- Racing, wenn du wirklich Partnerschaften eingest Money follows Programme.

00:22:28: Also, ihr muss über das Programm reden.

00:22:31: Das Geld kommt nachher und auch beim Fun-Racing oder auch im Stiften.

00:22:35: letztendlich ist immer die Idee das Erste und die Begeisterung etwas gesellschaftlich weiterzubringen Und die Frage um die Spende ist letztendig nicht das Zweite.

00:22:47: Wobei Günther, bevor ich immer Projekte rede, wärst du vielleicht doch mal ganz gut wenn ich über das Thema Philanthropie überhaupt spreche und zwar nämlich die Frage Wie können wir uns verbünden?

00:22:57: Und das ist doch der Punkt.

00:22:58: Also ich glaube, ich hatte so ein Gespräch jetzt vor einiger Zeit hier im Büro und da ging es um ein großes Projekt und dann sagte die Organisation, wir kriegen das Projekt nicht verkauft!

00:23:06: Die Leute finden das alles spannend und da war meine Frage aber... Aber ist das überhaupt ein philatropisches Thema in den Köpfen dieser

00:23:14: Menschen?!

00:23:15: Du hast das ja vorher mit Bildung beschrieben.

00:23:16: Eigentlich macht der Bildungsauftrag beim Staat.

00:23:20: Das ist gar kein philanthropisches Thema, jetzt merke ich aber dass diese ganzen Lateinstunden mir bei der Ausbildung von Tischland nicht wirklich hilft.

00:23:29: also muss ich mich selber engagieren.

00:23:32: Ist das nicht erstmal eine Vorstufe?

00:23:34: Dass diese Gruppen miteinander gemeinsam herausfinden wo Schnittstellen gibt?

00:23:39: er will über Projekte und Geld sprechen.

00:23:41: Ich würde einen Schritt vorher noch ansetzen Andreas.

00:23:44: Also ich finde sozusagen Versuche ich jetzt in meinem jetzigen Rollen als Geschäftsführer Vorstand im Stiftungsaband weiterzutreiben, ist die Unternehmer persönlich halt die Philanthropen überhaupt einmal untereinander ins Gespräch zu bringen.

00:23:59: Also ich glaube sozusagen auch da haben wir einen Dialog Kultur aufzubauen und sich das gegenseitige Anstiften letztendlich auch ein bisschen weiterzutreiben weil ich sage mal so in der Vergangenheit habe wir haben in Österreich wirklich eine sehr wie soll ich sagen distanziertes Verhältnis zu Geld.

00:24:15: Also in Bezug, wir reden nicht gern über Geld.

00:24:19: Über alles andere können wir gerne reden und natürlich Philanthropie lebt aber auch von einer gewissen finanziellen Tankente.

00:24:26: letztendlich also das mit den Investitionen ermögliche ich dann auch einen größeren gesellschaftlichen Wandel vielleicht?

00:24:34: Und dieses Zusammenbringen und das wieder im Dialog bringen diese isolierten vielleicht auch Philanthropien in Österreich zu vernetzen deutschen Kollegen oder mit anderen Schweizer lichten Steinen.

00:24:46: Also in dem Raum ist viele von denen sind ja auch sehr international tätig, die haben wir im Background.

00:24:52: Die haben vieler Topie vielleicht aus der Inamäre gesehen gelernt und vielleicht selber sich dort auch engagiert.

00:24:58: Und dann erleben sie an Österreich sozusagen eine starre es Wir warten auf den Staat Mentalität das aufzubrechen.

00:25:04: da braucht's auch den Dialog nicht nur zwischen Unternehmerpersönlichkeiten, Unternehmerinnen unter Zivilgesellschaft Sondern auch untereinander, was ist denn meine Rolle als Gestalter des Staates?

00:25:16: Aufseiten der Wirtschaft und letztendlich auch ausgestalten auf Seiten der Zivilgesellschaft.

00:25:21: Günther wir nähern uns dem Ende.

00:25:22: deswegen eine Frage zum Schluss.

00:25:25: du hast dir ja da ein neues Engagement auf die Fahne geschrieben.

00:25:30: Deswegen mal ne prophetische Frage Was glaubst Du?

00:25:35: Wo steht die Philanthropie in Österreich In fünf Jahren?

00:25:39: Also wir erleben derzeit ein recht dynamisches Wachstum, muss ich sagen.

00:25:43: Für unseren kleinen Markt haben rund tausend gemeinnützige Stiftungen – das ist im Verhältnis zu Deutschland und auch Schweizer Lichtenstein gar nichts!

00:25:52: Aber wir sehen, dass da durchaus ein Wachstrom da ist, dass das Interesse steigt, dass die Netzwerke steigt.

00:25:57: Und insofern bin ich immer über den ganzen Leben optimist, aber insoferen bin ich noch einmal optimistischer.

00:26:02: zu sagen Wir sehen schon eine Aufbruchsstimmung bei Vermögenden sich einzumischen positiv einzumischen mit eigenen Ideen.

00:26:13: Da braucht es allerdings viel Know-how, viel Dialog.

00:26:16: Das werden wir versuchen auch von seitensverbandes zu unterstützen in Partnerschaft mit anderen Verbänden.

00:26:21: Wir sind ja nicht alleine das können wir gar nicht leisten.

00:26:25: und insofern glaube ich schon dass also mein schönster Wunsch wäre sozusagen wenn unser Bundespräsident die vielen Tropen zweimal im Jahr einen wunderbaren Dinner einlädt in die Hofburg bei uns diese royalen Räumlichkeiten.

00:26:38: Also dass Philanthropie etwas ist, das sozusagen auch gesellschaftlich einen Mehrwert darstellt und das ist sozusagen raus aus der Ecke dieses Reichenbashings.

00:26:50: Das haben wir natürlich auch manchmal vielleicht berechtigt aber es ist eine Meinung in einem gesellschaftlichen Diskurs, dass dieses Rechenbashing weniger wird und dass man noch sieht, dass Leute da sind die Gutes tun wollen und das mit ihren Möglichkeiten umsetzen können.

00:27:08: Das ist das Schlusswort, oder Jörg?

00:27:09: Ja.

00:27:10: Das ist es!

00:27:10: Vielen Dank lieber Günther.

00:27:12: Das war ein ganz spannendes Gespräch und wir hoffen dann in fünf Jahren mit dir gemeinsam da nochmal drauf gucken zu können wie's geworden

00:27:22: ist.

00:27:22: Und es tut gut zu wissen dass Menschen wie du und andere sich für dieses Thema so mit Leidenschaft einsetzen.

00:27:28: Danke Günther fürs Gespräch.

00:27:30: Also, alle Hörerinnen, vielen herzlichen Dank fürs Zuhören.

00:27:33: Zweiter April, Jahrzehnteinunddresse hören wir einander wieder.

00:27:46: Vielen Dank, dass Sie dabei waren.

00:27:48: Und wenn Sie mehr erfahren wollen über spannende Menschen und spannende Themen, besuchen sie uns auf unserer Website www.neues-stiften.de.

00:27:58: Wir freuen uns auf Sie!

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